Train the Trainer: Trainer-Ausbildung bzw. Seminar

Immer häufiger lese bzw. höre ich von einer Trainer-Ausbildung, die im Einzelsetting abgehalten werden. Stellen Sie sich vor, Sie möchten beim Tennis das Doppelspiel lernen und Sie befinden sich am Spielplatz alleine mit dem Tennislehrer bzw. der Tennislehrerin. Wie würden Sie das finden?!

Train-the-trainer Ausbildung/-Seminare: Trainer arbeiten mit und für Menschen

Gerade bei einer Trainerausbildung, in der wir den angehenden Trainern und Trainerinnen das Arbeiten in und mit einer Gruppe vermitteln wollen ist es erstaunlich, dass es Ausbildungen gibt, die mit Einzelarbeit (1 Trainer und 1 Teilnehmender) bzw. mittels Selbststudium arbeiten. Wo lernen da die Teilnehmenden den Umgang mit der Gruppe?!

Kennzeichen einer guten Trainer-Ausbildung

Eine gute Trainerausbildung ist so aufgebaut, dass sie mir genug praktisches Handwerkszeug für meine Arbeit als Trainer/in mitgibt. Es werden relevante Inhalte wie Methoden, Seminar-Planung, lerntheoretische Grundlagen behandelt, darüberhinaus gibt es aber ausreichend Zeit für das eigene Erleben, das praktische Ausprobieren mit anschließender Feedbacksequenz und Diskussion in der Gruppe. Nicht zu vernachlässigen ist das Lernen durch Beobachtung, also am Vorbild.

Unsere Teilnehmenden schätzen besonders die Vielfalt an Trainern und Trainerinnen in der Trainerausbildung, von denen sie sich sehr viel im praktischen Umgang mit der Lehrgangsgruppe abschauen können.

Train-the-trainer: Trainer-Beruf erfordert viele Kompetenzen  

Der Beruf eines Trainers ist ein vielfältiges Tätigkeitsfeld. Eigentlich vereint dieser Beruf die Kompetenzen aus 5 Berufsfeldern, die idealerweise in einer Trainerausbildung angesprochen werden:

  • Psychologen: Im Training sind wir Psychologen. Wir arbeiten mit Menschen, wir versuchen Verhaltensänderungen bei Menschen zu bewirken (Kommunikation, Konfliktmanagement, etc.). In manchen Bereichen haben wir es auch mit Menschen in Ausnahmensituationen zu tun (zB Langzeitarbeitslose, etc.)
  • Pädagogen: Es wird von einem Trainer erwartet, dass er seine Seminare didaktisch gut aufbereitet und die Inhalte nachhaltig vermitteln kann. Dazu zählen gut durchdachte, klare Seminarkonzepte.
  • Kommunikationsexperten: Wir müssen den Umgang mit Medien wie Power Point, Flipchart, Pinnwand etc, beherrschen und auch den richtigen Mix der Kommunikationsmittel überlegen. Eine einwandfreie Rhetorik ist natürlich auch ein Muss.
  • Verkäufer: Wenn wir selbstständig arbeiten, dann werden wir unser Angebot entsprechend verkaufen müssen. Aber nicht nur die Verantwortlichen in der Personalentwicklung oder Geschäftsführung sind unsere Kunden, auch unseren Teilnehmenden sollten wir unser Wissen gut „verkaufen“.
  • Künstler: Und zuguter Letzt sollte ein bisschen ein Künstler in uns stecken. Seminardesigns aber auch der Einsatz von Medien verlangt nach etwas Kreativität. Das 4. Folgeseminar bei ein und dem selben Unternehmen, mit den selben Teilnehmenden muss noch immer interessant sein.

Train-the-trainer Ausbildung oft auch Seminare erfordern Gruppensetting

All diese Bereiche müssen in einer guten Trainerausbildung bzw. Train-the-trainer-Ausbildung Platz finden. Der Aufbau entsprechender Kompetenzen kann nur in einem Gruppensetting erfolgen. Denn alles andere widerspricht dem wie wir lernen. Wenn wir etwas selber erleben und unsere Emotionen beteiligt sind, dann verinnerlichen wir dieses Wissen nachhaltig. Emotion is the fast lane to the brain!

Sabine Prohaska – Seminar Consult Prohaska, Wien

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